Gebäudeenergieberatung

Der schonende Umgang mit den fossilen Energieträgern ist nicht nur aufgrund der stetig steigenden Preise geboten, auch die Endlichkeit dieser Energieträger zwingt uns, den Verbrauch zu reduzieren und nach Alternativen zu suchen.

Neben dem Energieverbrauch für Transport und Verkehr ist der Verbrauch zum Wohnen und Heizen ein Faktor, der enorme Einsparpotentiale bietet.

Zur optimalen Planung und Durchführung von Sanierungs- und Energieeinsparmaßnahmen in Ihrem Haus ist eine Analyse des energetischen Ist-Zustandes durch einen Gebäudeenergieberater unerlässlich. Neben einem umfassenden Optimierungs- und Sanierungskonzept bietet er Ihnen zusätzlich Hilfestellung bei der Beantragung von Fördermitteln.

Die Kosten für eine Gebäudeenergieberatung können gefördert werden, zum Beispiel vom BAfA oder ihrer Gemeinde.

Beachten Sie dazu die Informationen zum Förderprogramm "Vor-Ort-Beratung" des BAfA.

 

Eine qualifizierte Gebäudeenergieberatung berücksichtigt die bauphysikalischen und bautechnischen Anforderungen an die durchzuführenden Maßnahmen und das bestehende Gebäude.  Außerdem wird die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen berechnet. Schließlich sollen sich Ihre Investitionen möglichst schnell amortisieren!

Neben den finanziellen Aspekten müssen bei einer Sanierung auch die gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) beachtet werden. So müssen zum Beispiel bei der Dämmung der Fassade bestimmte Parameter eingehalten werden um einerseits die EnEV zu erfüllen und andererseits Förderungen oder Kredite zu erhalten.

 

 

Was beinhaltet eine Energieberatung?

 

Zu Beginn steht die Aufnahme des energetischen Ist-Zustandes des Gebäudes unter Berücksichtigung der Gebäudehülle, der Anlagentechnik (Heizung, Warmwassererzeugung, Lüftungsanlage), der Gebäudegeometrie und Lage sowie der aktuellen Energieverbräuche.

Zusätzlich können mit Hilfe der Infrarotthermografie Schwachstellen (Wärmebrücken)  in der Gebäudehülle sichtbar gemacht werden, damit diese gezielt beseitigt, bzw. minimiert werden können.

       Wärmeverluste am Trauf      

Thermografiebild: Deutliche Wärmeverluste zwischen Außenwand und Dach

 

Zur Ermittlung unkontrollierter Lüftungswärmeverluste kann der Blower Door-Test eingesetzt werden.

 

Blower Door-Messeinrichtung

BlowerDoor Messeinrichtung in der Haustür eingebaut

 

Aus den ermittelten Parametern wird der theoretische Energiebedarf des Gebäudes berechnet und mit dem tatsächlichen Verbrauch verglichen.

Es folgt die Ausarbeitung einer oder mehrerer Sanierungsvarianten.

Neben dem Einsatz konventioneller Materialien und Anlagentechnik, sollte auch immer der Einsatz natürlicher, ökologischer oder baubiologisch geprüfter Materialien sowie die Verwendung erneuerbarer (alternativer) Energieträger in die Sanierungskonzepte aufgenommen werden.

In einer Gegenüberstellung werden diese Varianten bezüglich Energieeinsparung, CO2 – Reduktion (Klimaschutz), technischen Aufwand und natürlich der Kosten/Nutzen-Relation betrachtet und bewertet.

Abschließend wird in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber ein Sanierungs-Fahrplan festgelegt.

Wenn gewünscht, wird auch ein Energiebedarfsausweis ausgestellt.

Selbstverständlich werden die Möglichkeiten der Inanspruchnahme von öffentlichen Fördermitteln und Darlehen geprüft und Hilfestellung bei der Beantragung gegeben.

 

 

Die Grafik zeigt einen Vergleich mehrer Varianten der energetischen Gebäudeoptimierung eines 40 Jahre alten Einfamilien-Reihenhauses. Der Primärenergiebedarf von 315 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche kann hier auf 106 kWh/m² reduziert werden. Dies entspricht einer Reduzierung des Heizölverbrauches von über 30 Litern pro Quadratmeter und Jahr auf  knapp 11 Liter! Neben dieser Einsparung wurde hier sogar der EnEV-Neubaustandard bezüglich des flächenbezogenen Primärenergiebedarfes erreicht.

 

 

Öffentliche Fördermittel

 

Förderung durch das BAfA

"Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort"

"Vor-Ort-Beratung"

 

Die Zuwendung wird in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses zu den in Rechnung gestellten Beratungskosten gewährt. Sie wird an den Energieberater, der auch die Antragstellung übernimmt und für die Abwicklung gegenüber dem BAfA verantwortlich ist, ausgezahlt.

 

Die Höhe des Zuschusses beträgt seit dem 1.5.2008 300 Euro für Ein-/Zweifamilienhäuser und 350 Euro für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten.

Voraussetzung ist, dass der Bauantrag für das Gebäude bis zum 31.12.1994 gestellt wurde und die Gebäudehülle nicht aufgrund späterer Baugenehmigungen durch Anbau oder Aufstockung um mehr als 50% verändert wurde. Die Gebäude müssen ursprünglich als Wohngebäude geplant worden sein oder derzeit zu mehr als 50% zu Wohnzwecken genutzt werden.

Die gesamtem Fördervoraussetzungen und die Anforderungen an den Energieberatungsbericht können Sie der Richtlinie zur Vor-Ort-Beratung entnehmen, die Sie hier abrufen können: http://www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung/vorschriften/index.html

 

Neben der Förderung der Energieberatung werden seit dem 1.10.2009 auch Thermografische Untersuchungen (Wärmebildaufnahmen, siehe auch Gebäudethermografie) und Luftdichtheitsmessungen (Blower Door-MMessungen) im Rahmen der "Vor-Ort-Beratung" vom BAfA gefördert werden. Die Zuschüsse betragen hier maximal 100€. Die Förderung von Wärmebildaufnahmen und Luftdichtheitsmessungen ist nicht möglich.

Für die Integration von besonderen Hinweisen zur Stromeinsparungen kann zusätzlich ein Bonus von 50€ zum Beratungsbericht gewährt werden.

 

Weitere Informationen zur Förderung, sowie den Umfang der Beratung finden Sie auf der Homepage des BAfA unter http://www.bafa.de/.

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen zu weiteren Förderprogrammen des BAfA.

 

 

Das Büro für Gebäudediagnostik trägt die BAfA-Beraternummer     101171

 

Förderungen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW

 

Zur Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen oder zur Nutzung von alternativen Energieen wie zum Beispiel der Sonnenenergie oder von Erdwärme werden von der KfW zinsgünstige Darlehen vergeben.

Folgende Programme werden von der KfW bezuschusst:

 

 

·         CO2-Gebäudesanierungsprogramm

·         Ökologisch Bauen

·         Wohnraum Modernisieren

·         Solarstrom erzeugen

 

Eine Übersicht der Förderprogramme und der aktuellen Konditionen finden Sie hier :

http://www.kfw-foerderbank.de/DE_Home/Bauen_Wohnen_Energiesparen/index.jsp

 

 

Noch Fragen? Nehmen Sie Kontakt auf!

 

© Büro für Gebäudediagnostik 2009