Gebäudethermografie

Haus im Wärmebild

Die Thermografie, also die Betrachtung eines Objektes mit einer Wärmebildkamera, ist eine kostengünstige und einfache Methode, um zum Beispiel Wärmeverluste am Haus "zerstörungsfrei" aufzudecken.

        

Die Aufnahme zeigt deutliche Wärmeverluste im Giebelbereich (Pfeil)

Im Vorfeld von geplanten Dämm- oder Sanierungsmaßnahmen ist die Thermografie ein wertvolles Hilfsmittel, den Ist-Zustand eines Gebäudes festzustellen. Eine Untersuchung nach erfolgter Maßnahme zeigt die Effektivität der durchgeführten Arbeiten, beziehungsweise deckt die Bereiche auf, welche einer Nachbesserung bedürfen.

 

Auch bei der Ursachenermittlung von Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung kann die Thermografie eingesetzt werden.

Auf den untenstehenden Aufnahmen erkennt man im Realbild (links) dunkle Verfärbungen auf der Tapete. Diese Verfärbungen traten auch kurz nach einem Neuanstrich wieder auf. Das Thermografiebild (rechts) konnte hier eine Wärmebrücke aufdecken: Im Mauerwerk befinden sich Stahlbetonträger, da an dieser Stelle ursprünglich ein Durchgang zum Garten geplant war. Die unzureichende Dämmung der Außenwand führt zur Bildung einer Wärmebrücke in diesen Bereichen. In der kalten Jahreszeit bildet sich hier daher Tauwasser. An den feuchten Stellen lagern sich Staub und Nikotin ab und erzeugen so die gezeigten Verfärbungen.

       

Wenn die Feuchtigkeit lange genug vorhanden ist, die Wand also nicht abtrocknet,  bildet sich in solchen Bereichen unweigerlich Schimmel.

 

Flachdach: Mängel in der Dach-Dämmung, (ggf.) durch eingedrungenes Wasser entstanden:

 

Ein Beispiel für eine ungedämmte Fassade: Sehr deutlich sind die Wärmeverluste im Bereich der Geschossdecke und der Heizkörpernische zu erkennen (Pfeile):

Das linke Bild zeigt die Fassade vor der Sanierung. – Rechts der Zustand nach dem Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems: Die offensichtlichen Wärmebrücken sind beseitigt.

 

 

 

Im Rahmen der Gebäudethermografie biete ich an:

û         Erkennen von Wärmebrücken

û         Lokalisieren von verdeckten Konstruktionselementen
(Träger, Fugen, Mörtelbrücken, Heizkörpernischen, Installationsschlitze etc.)

û         Überprüfung des Zustandes und des Dämmvermögens verarbeiteter Bauteile

û         Visualisierung von Undichtigkeiten in Verbindung mit einer Blower-Door-Messung

û         Ursachenermittlung bei Feuchtigkeitsschäden z.B. Schimmelbildung

û         Ortung verdeckt liegender Leitungssysteme
(z.B. Heizungsrohre, Fußbodenheizung, Fernwärmeleitungen):

       

Abbildungen oben: Unter einem 45 cm mächtigen Fußbodenaufbau (Parkett mit Fußbodenheizung und Wärmedämmung) konnte eine  Warmwasser-Zirkulationsleitung lokalisiert werden, deren Verlauf nicht exakt bekannt war.
(Zur Reduzierung des Bildrauschens wurde hier eine Schwarzweiß-Darstellung gewählt)

û         Ortung von Leckstellen in verdeckt liegenden Leitungssystemen

û         Nachweis von Rissbildungen

û         Aufdecken von Bauschäden

û         Lokalisierung der Lage und Dimensionierung von Trägern aus Holz oder Stahl

û         Erkennen der Konstruktion von verputzten Fachwerkhäusern

û         Auffinden verputzter, potentiell mit schadstoffhaltigen Baumaterialien verfüllter Durchbrüche, Fugen etc.

û         Lokalisierung von Bewehrungen

û         Untersuchung von Flachdächern auf Beschädigungen und eingedrungenes Wasser

 

Die Thermografie ist für Bauherren und Bauträger als auch für die ausführenden Firmen am Bau ein unverzichtbares Hilfsmittel, die ordnungsgemäße Ausführung von Bauvorhaben zu überprüfen. Sie kann damit als Nachweis für fachgerechte Arbeit dienen.

Auch für Verkäufer von Bauwerken lässt sich eine Wertsteigerung durch Nachweisführung in Bezug auf den dämmtechnisch einwandfreien Zustand des zu veräußernden Objekts erzielen. Dies gilt insbesonders im Zusammenhang mit dem Gebäudeenergiepass/Energiebedarfsausweises und der Energieeinsparverordnung EnEV.

Optional setze ich die Gebäudethermografie selbstverständlich auch bei der Gebäudeenergieberatung ein.

Fördermöglichkeiten

Seit dem 1.10.2009 können Thermografien im Rahmen der "Vor-Ort-Beratung" des BAfA gefördert werden. Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten durch das BAfA finden Sie auf der Seite Energieberatung.

Manche Gemeinden geben Zuschüsse zu Thermografischen Untersuchungen an Wohngebäuden. Es lohnt sich daher immer, bei der Gemeinde nachzufragen.

 

 

Noch Fragen? Nehmen Sie Kontakt auf!

 

© Büro für Gebäudediagnostik 2009